Julian Stiefel

Spuren der Zeit

erstellt am 11.06.2013 von admin in Fotografie

Nichts hält für immer. So auch die folgende verlassene Fabrik. Viel möchte ich dazu gar nicht sagen – man sehe selber.

Die Bilder stammen von einer analogen Pentax Me Super.

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Autosalon Pressekonferenzen – Teurer, stärker, futuristischer

erstellt am 16.03.2013 von admin in Auto

“Ladies and Gentlemen, please welcome Mr. …”, dröhnt es von der einen Seite. Auf der Leinwand des nächsten Ausstellers heult gerade der Achtzylinder eines Edelboliden auf. Hunderte Journalisten stehen sich auf den Füssen und drängen sich um die Ausstellerflächen. Am Internationalen Autosalon in Genf werden die neusten Kreationen der wichtigsten Autohersteller präsentiert. Welt- und Europapremieren stehen an der Tagesordnung. Denn von überall her sind die Geschäftsführer, Ingenieure, Besucher und Journalisten für diesen Event angereist. Der jeweils im Frühling stattfindende Autosalon in Genf zählt zu den Top 5 der Automessen weltweit. Seine Wichtigkeit erlangte er als einzige Messe auf “neutralem” Boden: Die Schweiz ist in der Autoindustrie kaum vertreten.

Einige Eindrücke

Blickfang bei Dodge

Auch der letztes Jahr vorgestellte Lamborghini Aventador gehört noch nicht zum alten Eisen.Die Hostessen gehören zu einem richtigen Autosalon

Alles muss glänzen Zwischen den Autos trifft man ab und zu auch VIPs. Hier Sergio Perez, Formel 1 Fahrer von McLaren Auch Autoveredler wie ABT sind vertreten.  Ein hübsches Lächeln zieht potentielle Käufer anWer den ganzen Tag steht, zieht gerne mal seine Schuhe aus. Der Autosalon zieht pro Jahr rund 700000 Besucher an Der Italdesign Giugiaro Parcour - erst ein Konzept Der Lamborghini Veneno kostet rund 3 Millionen Euro Der Autosalon mag auch eine Modemesse seinRot-weiss steht für Fiat. Die Tuner von ABT sind auch dieses Jahr vertreten. Italdesign Giugiaro stellt die Studie Parcour vor - ein SUV Kleider von Passanten können direkt ins Zalando-Auto bestellt werden Neuheiten aus München von BMW M Rinspeed stellte seinen microMAX Personenbus vor. Skoda Octavia, der Familienkombi auf Basis des VW Golf Trifft nicht den Geschmack von jedem An Rund 65 Pressekonferenzen wurden die neusten Kreationen vorgestelltZahlreiche Welt- und Europapremieren wurden vorgestellt.

Canon-Käse

erstellt am 05.02.2013 von admin in Leben

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Meine putzige Kamera total im Käse ;).

Schwarze Umhänge und lebende Legenden

erstellt am 22.12.2012 von admin in Kultur

Powerwolf, Epica, Edguy, Motörhead, Saxon: Diesen Mix aus verschiedenen Metal-Stilrichtungen präsentierten “Taifun Music” am 7. Dezember in Bern am “Metal Christmas Festival”.

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Weisse Gesichter, schwarze Umhänge: Die Performance von Powerwolf war mehr als die Musik, die Band wollte ihren Auftritt kurzerhand in eine diabolische Messe verwandeln. Ihr Horror-Konzept missglückte beim Publikum jedoch gänzlich, denn am späten Nachmittag waren die Gäste noch nicht bereit, sich auf ein derartiges Experiment einzulassen. Man vernahm verächtliche Aussagen: “Ist doch lächerlich!” Die deutsche Power-Metal-Band interessierte das nicht, sie mehr versuchte umso mehr, die Stimmung umzulenken und mit Songs wie “Erection by Resurrection” die Halle einzuheizen.

 

Klassisch geprägte Musik aus den Niederlanden

Eine Frau und fünf langhaarige Männer, die während des ganzen Konzerts headbangen: Das sind Epica. Ihr kurzer Auftritt – gerade einmal 45 Minuten am frühen Abend – stellte bereits den Höhepunkt der Veranstaltung dar.

Die niederländische Band pflegt einen ganz besonderen Musikstil: Sie verbindet klassisch geprägte Musik mit Metal. Im Zentrum von Epica steht die markante Stimme von Sängerin Simone Simons. Die 27-Jährige nimmt schon seit klein auf klassischen Gesangsunterricht. Gegründet wurde Epica 2002 von Gitarrist Mark Jansen, welcher damals mit Simone in einer Beziehung war.

 

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Vorreiter im Symphonic Metal

Während der kurzen Dauer taute das Publikum trotz der sehenswerten Performance kaum auf. Für die an bekannten klassischen Werken angelehnten Lieder wie “Dies Irea” oder “Adagio” (Giuseppe Verdi bzw. Antonin Dvorak) blieb keine Zeit mehr, obwohl sich so mancher wohl darauf gefreut hatte. Dem Genre “Symphonic Metal” wurde Epica mit Liedern wie “Sancta Terra” dennoch gerecht.

Das sogenannte “Symphonic Metal” bildet ein Subgenre des Metal und tritt seit etwa Ende 90er-Jahre immer mehr in Erscheinung. Weitere bekannte Vertreter dieses Genre sind etwa Nightwish oder Within Temptation.

 

Epica mit Musik von Vivaldi bis Metal

Im Mai 2012 veröffentlichte Epica ihr fünftes Studioalbum “Requiem for the Indifferent”. Im Album ist die Tendenz von Epica zu orientalisch gefärbter Musik stark zu verspüren. Mehrmals trat Epica auch schon mit einem Chor oder einem Orchester auf. Das ganze Album “The Classical Conspiracy” wurde in Ungarn am Miskolc Opera Festival mit einem 40-köpfigen Orchester und einem 30-köpfigen Chor aufgenommen. Etwa die Hälfte des Albums besteht aus Interpretationen bekannter klassischer Musik aus Filmen oder Opern. So wurden etwa ein Presto (Antonio Vivaldi) oder ein Pirates-of-the-Carribbean-Medley mit Goth-Metal-Elementen versehen. Das ganze Album gilt als eines der Vorzeigebeispiele für Symphonic Metal und eine perfekte Übersetzung von klassischer Musik von Händel bis Vivaldi in die Neuzeit des Rock.

 

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Viel Ausdauer, wenig Kreativität

“Nach Epica kann ich wieder nach Hause gehen”, sagte eine Festivalbesucherin. Wir schüttelten erst den Kopf, um während des Motörhead-Konzerts zu realisieren, dass sie richtig lag: Der Frontmann Lemmy Kilmister stand mit seinem Cowboy-Hut vor das Mikrofon und blieb dort für den Rest des Auftritts genauso angewurzelt auf der Bühne stehen wie das Publikum davor.

Später kam es zwar zum obligatorischen Pogo in der Mitte der Menge. Dies lag jedoch eher am fortgeschrittenen Bierkonsum denn an den immergleich klingenden Songs, die Motörhead zwar laut, aber teilnahmslos von der Bühne herunterleierte. Das Trio, welches sich als lauteste Band der Welt bezeichnet, tourt seit beinahe vier Jahrzehnten um die Welt und zählt zu den langlebigsten Vertretern des harten Rock-Genres. Ohne Auszeit veröffentlichen sie etwa alle zwei Jahre ein neues Album. Ihr Mix aus Heavy Metal, Hard Rock, Blues Rock und Punk wird charakterisiert durch seine Basslastigkeit. Nach anfänglicher Erfolglosigkeit hatte Motörhead zwischen 1979 und 1982 ihre kommerziell erfolgreichste Phase.

 

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“We are Motörhead and we play Rock’n’Roll!”

Gegen Mitte des Konzerts rief Frontmann Lemmy Kilmister mit heiserer Stimme denn auch den bekannten Satz ins Mikrofon: “We are Motörhead and we play Rock’n’Roll!” Das Publikum entgegnete ohrenbetäubendes Geschrei, und für einmal schien die Menge komplett aufgewacht zu sein. Die lange Tradition einer legendären Rockband aus dem vergangenen Jahrtausend vermochte doch noch zu begeistern.

 

Erfrischende Durchmischung, kühle Stimmung

Positiv in Erinnerung bleibt die erfrischende Durchmischung der verschiedenen Metal-Subgenres. Das Durchschnittsalter des Publikums lag deutlich über 30 Jahren, verbunden wohl auch mit dem doch eher hohen Eintrittspreis von rund 90 Franken. Dies war auch an der Stimmung spürbar, die wohl fast so kühl war wie die Luft in der Konzerthalle an diesem verschneiten Wintertag. Ein “Festival” war es auf jeden Fall nicht. Ob “Taifun Music” die Veranstaltung nach 2010 und 2012 in einem der kommenden Jahre erneut durchführt, ist noch nicht bekannt. Fest steht: Wer ein echtes Metalkonzert erleben möchte, sollte eine andere Veranstaltung besuchen.

 

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Artikel erstmals erschienen am 17.12.2012 auf Tink.ch, Autoren: Jonas Vollmer, Julian Stiefel

[Tech News] Von der Flugdrohne bis zur Canon 1D C

erstellt am 07.12.2012 von admin in Filmtechnik,Fotografie,Fototechnik

Viel zu bestaunen aus dem Foto- und Filmbusiness gab es in den vergangenen zwei Tagen an den Solution Days von Light + Byte in Zürich. Wer schon immer eine Flugdrohne in Aktion sehen wollte, hatte hier die Möglichkeit. Auch mit der Canon 1D C oder einer C500 konnte gespielt werden. Im Hintergrund gab es Workshops etwa zum Thema Filmen mit einer DSLR oder der Erstellung von Time Lapse Aufnahmen. Für Fachdiskussionen stand ein kompetentes Team aus Mitarbeitern, Herstellern und anderen Profis zur Verfügung.

 

Ursprünglich wollte ich den DSLR-Film-Workshop vom bekannten DSLR Videotrainer Sebastian Wiegärtner besuchen. Nein. Ursprünglich wollte ich an diesem Nachmittag lernen. Aber beide Fälle traten nicht ein. Der Workshop war schon überfüllt und so ging ich direkt rüber zu Canon, um die 1D C zu bestaunen, von der mir mein Chef schon begeistert erzählt hat. Viele Unterschiede gibt es äusserlich zur 1D X, mit der wir bereits gearbeitet haben, nicht. Nur das rote „C“ auf dem Gehäuse verrät die filmoptimierte DSLR. Doch wie bereits bekannt, hat sich nicht nur die Firmware geändert, sondern auch die Hardware. In der Elektronik wurden Verbindungen auf Platinen verstärkt, die für die Datenübertragung bei der Videoaufnahme wichtig sind. Gemäss Gerüchten wird auch die Wärmeabfuhr beim Sensor anders geregelt. Die 1D C erlaubt Filmaufnahmen mit bis zu 4K (~4000 Pixel in der Breite). Grossartiges Teil! Auch die PL-Linsen (zum filmen) sind auf den ersten Blick recht toll (und teuer).

Egal ob mit 1D C oder der Canon C500, wer mit 4K aufnimmt, möchte auch 4K sehen. Dafür stand da dieser grossartige Monitor von EIZO. Angeblich wird er oft im Medizinalbereich eingesetzt, da er ein wunderbares, 4K Bild ohne Flimmern darstellt und zudem abgedichtet ist. Zum Betrieb des Bildschirms läuft der Mac Pro auf Windows, da es für die vom Bildschirm unterstützte Grafikkarte nur Windows-Treiber gibt. Ein hoch auf 4K ;-). Aber das Bild! Atemberaubend. Gerade im Vergleich zum üblichen FullHD Monitor. Man würde den Blick am liebsten nie mehr von diesem Monitor abwenden, wenn das Ding nicht rund 25’000 Franken kosten würde.

 

Daten, Daten, Daten, fallen etwa bei einer C500 an, die mit einem externen Rekorder 4K Rohformat aufnimmt. Das sind rund 17GB pro Sekunde. Darum sind auch andere Speicherlösungen erforderlich. Eigentlich müssten wir hier von einer Cloud mit Glasfaserverkabelung bis direkt in den Benutzercomputer reden. Wir reden hier immerhin von riesen Datenmengen, die zur Bearbeitung auf den Computer übertragen werden müssen. Eine günstigere Alternative ist SAS (erfordert am Computer eine SAS-Karte) oder Thunderbolt. Bei beiden Geräten sieht’s mit der Kompatibilität zu den meisten Computern aber eher schlecht aus.

Zu den Canon- Objektiven: Als Alternative zu meinem Plastik EF 50mm f/1.8 wurde mir ein EF 40mm f/2.8 in die Hand gedrückt. Geniales Teil. Wahrscheinlich kaum 1.5 Zentimeter lang. Somit ein ideales Immerdrauf wenn die grosse Kamera in der „normalen“ Tasche mitreist. Ob man sich mit Blende 2.8 zufrieden gibt, ist die andere Frage. Das kleine, putzige Ding kostet etwa 280 Franken und verfügt über den neuen STM Motor. Dieser ist eine günstigere Variante eines USM Motors. Der Fokus wird über einen eigenen Motor gesteuert und nicht über den umgebenden Fokusring. Dieser lässt sich auch im Autofokus-Modus frei drehen.

Etwas korrigieren muss ich mich beim neuen EF 24-70mm f/2.8 II. Die Sonnenblende sitzt nun ja direkt auf dem ausfahrbaren Tubus. Es gibt nun also keine schützende Sonnenblende mehr. Doch das ist Canon natürlich nicht unbekannt und es hat auch seinen Grund. Beim älteren 24-70er war der Tubus bei Weitwinkel vollständig ausgefahren. Darum war ein Schutz durch die Sonnenblende nötig. Die neue Konstruktion soll nun viel stabiler sein. Wichtig ist aber, dass man das Objektiv beim Transport einfährt und auf „locked“ stellt.

Ein Highlight war die achtrotorige Flugdrohne. Mit ihr sind ganz neue Aufnahmen möglich. Unten an der Drohne lässt sich eine DSLR befestigen. Diese kann auch gesteuert werden und überträgt ihr Bild direkt per Funk. Die Kamera stabilisiert sich während dem Flug selbständig. Die Drohne vereinfacht durch ihr autonomes System die Arbeit des Piloten. Per GPS wird die Startposition gespeichert. Die Drohne kann dann die Landung an diesen Punkt automatisch durchführen.

Auch toll ist der Broncolor move 1200 L. Der neue mobile Akku-Blitzgenerator verfügt über einen Lithium-Akku und ist darum sehr leicht. Er verfügt über zwei Anschlüsse für Blitze. Maximal können 1200W/s geliefert werden. Die Leistung lässt sich auf beide Anschlüsse frei verteilen.

So, viel Spass beim Weihnachtseinkauf ;).

Nebelmeer und klarer Sternenhimmel

erstellt am 17.11.2012 von admin in Fotografie

Manchmal kommt der Abend ganz anders, als man es geplant hat. Eigentlich wollte ich gestern auf gemütliche Bartour gehen. Als ich jedoch um 22 Uhr in St.Gallen ankam, stand ich mitten in einem dichten Nebelmeer. Zu meiner Verwunderung war der Nebel extrem tief. Schon auf 700m.ü.M. war man über dem Nebel. Nach einem weiteren kleinen Spaziergang mit Kamera und Stativ habe ich mich umentschieden. Schnell Stativ und Kamera ins Auto packen und noch weiter hochfahren.

Kurz vor Mitternacht habe ich mich etwas abgelegen von der Strasse im Dunkeln eingenistet. Über St.Gallen und Bodenseeregion lag der ganze Nebel, auf meiner Höhe war die Nacht sternenklar. Rund 4h, von 23 bis 3 Uhr, harrte ich neben der Kamera oder im Auto aus. Ein netter Anwohner bot mir sogar seine Parkplatzeinfahrt an, in welcher ich eigentlich sowieso schon quer drin stand. Man verzeihe mir diese Frechheit :-).

So abgelegen ich stand, etwas verwundert war ich dann schon, als mich um zwei Uhr die Polizei besuchen kam. Ich musste wegen den Langzeitbelichtungen sowieso warten und hätte mich gerne etwas länger mit den Ordnungshütern unterhalten.

 

Spotify ohne Facebook in der Schweiz

erstellt am 11.09.2012 von admin in Internet

Ich bin wohl nicht der einzige Facebook-Gegner da draussen. Und trotzdem möchte ich gerne Spotify nutzen. Durch die Partnerschaft von Spotify und Facebook kann man sich in der Schweiz nur mit Facebook auf Spotify registrieren. Wer Facebook deaktiviert, ist auch bei Spotify raus.

 

Es gibt aber einen Weg, einen separaten Spotify Account ohne Facebook zu erstellen. In Deutschland kann man sich schon seit Juni nur mit seiner E-Mail registrieren. Auf der Schweizer Registrierungsseite gibt es diese Möglichkeit aber nicht. Was liegt nun also näher, als sich über einen Proxy als “Deutscher-Surfer” auszugeben und sein Konto zu erstellen.
Unter http://0000a-fast-proxy.de/ findet man einen Proxy-Browser, der eine deutsche IP vortäuscht. Hier gelangt ihr auf die Registrierungsseite. Unter dem Facebook-Button gibt es die Option “Account mit meiner Email Adresse erstellen”. Nun könnt ihr euch ganz normal registrieren, auch mit Schweizer Postleitzahl und Mail-Adresse.

 
Wenn ihr nun auch Zahlungen für Premium-Accounts vornehmen wollte, müsst ihr eure Ortschaft unbedingt noch auf Schweiz ändern. Das geht über “Profil bearbeiten -> Land -> “update your payment details”. Anschliessend müsst ihr eine Kreditkarte angeben und das Land wird auf Schweiz geändert.
Nun habt ihr einen Spotify-Account ohne Facebook für die Schweiz!

Kältetipps für Technikfreunde

erstellt am 11.02.2012 von admin in Fototechnik

Wahnsinns Temperaturen herrschen momentan in ganz Europa. Die Nächte im Mittelland erreichen schnell -15°C, auf den Bergen gehen die Temperaturen bis zu -23°C. Es wird schon von 200 Kältetoten gesprochen. Man darf bereits damit rechnen, dass die Stromversorgung in St.Gallen wegen der Kälte ausfallen könnte (wieso sich darüber bisher niemand Gedanken gemacht hat?!). Neben menschlichen Extremitäten kommen auch elektronische Geräte an ihre Grenzen. Öffentliche Verkehrsmittel fallen regelmässig aus und auch die mobile (Unterhaltungs-)Elektronik hat so ihre Probleme.

 

Recht schockiert durfte ich diese Woche nach wenigen Minuten im Freien oft feststellen, wie die Kabel meiner tollen Ohrhörer absolut unbiegsam wurden. Die weichen Ohrstücke schienen aus Hartgummi zu sein. Viel souveräner leistete die 5D vom Geschäft ihren Dienst im Freien. Von Feuchtigkeit und Kälte liess sie sich nicht einschüchtern. Unterschiede bei der Akkukapazität waren kaum bemerkbar. Alles andere als einen guten Dienst leisteten da die Akkus der Vollformatkamera. Nach zehn Minuten pro Akku war der Spass oft vorbei. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, war der Spass beim Menschen nach spätestens vier Akkus auch vorbei.

 
Hier zwei kleine Tipps, die ich wohl jedes Jahr wieder empfehle:

Soweit möglich alle elektronischen Geräte und vor allem Akkus direkt auf dem Körper tragen. Das ist wohl auch der Grund, wieso so wenige Handys dem Kältetod erliegen.
Wer mit der Kamera draussen ist und ein warmes Gebäude betritt, hat bereits Bekanntschaft mit beschlagenen Linsen gemacht. Die warme Luft kondensiert an der kalten Kamera und es bilden sich kleine Wassertröpfchen. Das geschieht aber nicht nur an den Linsen, sondern auch in der Kamera (so luftdicht ist sie ja nicht). Die ganze Feuchtigkeit kann der Elektronik natürlich Schaden zufügen. Darum empfehlen sich zwei Vorgehensweisen:

 

1. Kamera in einen luftdichten Plastiksack und dort drin lassen, bis sich das Gerät an die Innentemperatur angepasst hat.

oder

2. Kamera zuerst in einem etwas wärmeren Raum lagern (z.B. Garage).

Die restlichen Überlebenstipps gibts auf dem Fernsehsender DMAX z.B. in “Fang des Lebens” ;).

Präsentation Canon C300 – “Etwas ganz anderes”

erstellt am 31.01.2012 von admin in Filmtechnik

Die erste Canon C300 hat es endlich in die Schweiz geschafft. Vor einigen Monaten hat sie im Internet schon einen Hype ausgelöst, wie kaum ein anderes Gerät. Seit gut einer Woche wird sie nun in der Praxis von verschiedenen Personen getestet. Heute hat Canon zur Premiere ins Renaissance Prime Tower Hotel in Zürich eingeladen. Ein Treffen von Kritikern und überzeugten Benutzern.
 
Canon macht mit der C300 einen Schritt auf ein neues Terrain. Bereits die EOS 5D Mark II hat die Filmbranche revolutioniert. Damals hätte Canon kaum erwartet, was die 5D auslöst. Immer noch werden viele Filme und kreative Produktionen mit der 5D verfilmt. Wie heute Kameramann Sascha Felix erzählte, sind beim Schweizer Fernsehen auch fünf dieser Geräte in Betrieb.
 
Die neue C300 stammt zwar in gewisser Hinsicht von einer DSLR ab, kann aber kaum mit der so bekannten 5D verglichen werden. Grösstes Manko ist wohl der APS-C Sensor mit einem Crop-Faktor von ca. 1.5. Die C300 schneidet in Low-Light-Situationen in der Dynamik und beim Bildrauschen leicht besser ab als eine 5D. Trotzdem ist sie eher eine Weiterentwicklung der 7D in einem neuen Gehäuse und mit den typischen Einstellungsmöglichkeiten einer Filmkamera (z.B. Bildstile, C-Log [Canons S-Log], mehr Bildinformationen als die 5D)
 
In der Handhabung ist die neue Canon recht angenehm. Das Gehäuse ist kompakt, die Kamera relativ leicht und alles Zubehör wie externer Monitor, Griff und Akku werden bereits mitgeliefert. Verwendet werden können in der C300 zwei übliche CF-Karten und der Akku soll mehr als zwei Stunden halten. Die Gedanken hinter dem Objektiv-Bajonett lösten bei den Gästen etwas Verwirrung aus. Canon produziert nun PL-Objektive für die Filmkamera. Nur: Wer die C300 mit EF-Bajonett bestellt, kann an dieser keine PL-Objektive befestigen. EF-Objektive sind auch nicht mit dem PL-Mount kompatibel. Wer also Filmlinsen benutzen will, muss tief in die Tasche greifen und kann nicht von der grossen Auswahl an EF-Objektiven profitieren (obwohl gerade viele Interessenten aus dem Fotobereich kommen). Ironischerweise wurde das Canon EF-S 17-55mm in Zusammenhang mit der C300 besonders gelobt. Aber was wird ein Fotograf später mit einer EF-S Linse anfangen?
 
Viele Film-Producer sind gerade wegen der Sensorgrösse an Kameras wie der C300 interessiert. In dieser Hinsicht enttäuscht Canon. Die C300 nimmt keine richtige Position in der Filmbranche ein. Canon ist sich dessen auch bewusst. Die erste Version soll vor allem Personen ansprechen, die ein kompaktes Gerät für unterwegs benötigen. Die C300 ist für Dokumentationen und Fernseh-Produktionen ideal geeignet. Die 2K-Ausgabe erfüllt die Anforderungen des Broadcastings. Der kreative Filmer wird eher zu einer RED greifen.
 
Vincent Auriau von Canons CPS erklärt, dass die C300 kaum mit einer RED verglichen werden kann. Beide sind einfach zu verschieden und erfüllen andere Anforderungen. Schlussendlich komme es ja nicht auf die technischen Daten an. Er gibt den Besuchern folgenden, recht wahren Gedanken mit auf den Weg: Die Personen, welche im Internet wie wild Kameras vergleichen und die technischen Daten studieren, sind schlussendlich sowieso nicht diese, welche solche Geräte kaufen, resp. nutzen. Viel mehr kommt es auf den Mann hinter der Kamera an.
 
Eines steht fest: Canon wird nicht ruhen. Bereits jetzt wird über Nachfolger der C300 und eine neue DSLR mit Videofunktion gesprochen.
 
Ein Video der C300 beim unterhaltsamen Probefilmen und Diskutieren:
 

Gerichtsurteil: Kaufrücktritt wegen fehlerhaftem Pixel

erstellt am 24.11.2011 von admin in Fototechnik

Wir kennen die störenden, fehlerhaften Pixel von den Monitoren. Es existiert eine gewisse Herstellungstoleranz, welche wir akzeptieren müssen. Auch auf den digitalen Sensoren von Spiegelreflexkameras können tote oder farbige Pixel auftretten. Da es dort sogar noch viel öfter der Fall ist, werden die defekten Pixel von der Kamera-Software “ausgemappt”.
 
In einem aktuellen Fall besass eine Canon EOS 5D MkII einen solchen fehlerhaften, roten Pixel. Auf den Fotos wurde er vom Canon Service entfernt. In der Videofunktion geschah dies offenbar nicht. Eine zweite Reparatur akzeptierte Canon nicht und auch der Händler wollte die DSLR nicht zurücknehmen. Der Käufer wollte es so nicht belassen.
 
Mit einem Anwalt zog man vor Gericht. Das Resultat: Der Händler wurde verurteilt und muss das Gerät zurücknehmen. Dem Gericht zufolge gelten bei Kameras andere Richtlinien als bei Monitoren. Bei Kameras müssen defekte Pixel nicht akzeptiert werden. Das gilt insbesondere, wenn bei den Fotos der Fehler behoben wurde, bei den Videos aber nicht.
 
Was geschieht nun also? Wenn nun jeder wegen seinen kleinsten Pixelfehlern die Kamera umtauschen will, wird das für den Händler und Canon schnell sehr teuer. Das Urteil ist also ziemlich zweifelhaft. Natürlich gibt es extreme Bildfehler. Für betroffene Personen ist das Urteil sicher positiv. Gleichzeitig werden aber auch viele wegen kaum sichtbaren Fehlern bei ihrem Händler vorbeischauen. Eine gewisse Fertigungstoleranz kann wohl gar nicht vermieden werden. Können wir uns auf eine ganze Reihe weiterer Gerichtsprozesse freuen oder wird dieses Urteil unauffällig an den Menschen vorbeigehen?
 
Quelle: heise.de

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